• Geschichte des Karate

Karate-Dō (空手) ist die Kunst des Kämpfens mit leeren Händen. Daher eine Kampfkunst der waffenlosen Selbstverteidigung. Schlag-, Stoß-, Tritt- und Blocktechniken sowie Fußfegetechniken sind als Kern des Trainings charakterisiert. Die Gliedmaßen des Körpers werden zu natürlichen Abwehr- und Angriffswaffen ausgebildet werden. Außerdem ist es eine hohe Körper- und Geistesschule, sowie eine wirksame Selbstverteidigung und Kampfsportart. Oberstes Ziel ist nicht Sieg oder Niederlage, sondern die Vervollkommnung des Charakters.

Ursprung des Karate-Dō

Die Anfänge des Karate-Dō liegen weit in der Vergangenheit. Eine Legende besagte, dass schon die Mönche im 6. Jahrhundert körperlichen Leibesübungen ausgeführt haben, damit sie das lange Meditieren aushalten konnten. Karate ist sich seiner chinesichen Wurzeln sehr bewusst und wird daher gerne als Nachfahren dieser alten Künste gesehen. Dies ist jedoch Historisch umstritten.

Okinawa-Te/Tōde

Karate in seiner heutigen Form entwickelte sich auf der pazifischen Kette der Ryūkyū-Inseln, insbesondere auf der Hauptinsel Okinawa. Aus dem Wissen der Mönche, Handelsreisenden und Soldaten aus China und in Kombination mit einer eingeborenen Kampfkunst (Te/De) entwickelte sich über lange Jahre schließlich das Okinawa-Te/Tōde.

Langfristig kam es zu drei Zentren der Ausbildung, die nach den Städten benannte Stile pflegten:

Shuri-te, Tomari-Te (Shorin-Ryu) und Naha-Te (Shurin-Ryu)

Das ursprüngliche Ziel des Okinawa-Te war, einen Gegner mit einer einzigen Technik kampfunfähig zu machen. Das setzte ein ungeheures Maß an technischer Fertigkeit verbunden mit geistiger Kraft voraus. Die dynamischen Schläge, Tritte und Stöße, unter Berücksichtigung von konzentrierter Kraft und größtmöglicher Schnelligkeit, wurden auf die empfindlichen Körperstellen des Körpers ausgeführt. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde Karate stets im Geheimen geübt und ausschließlich von Meister zu Schüler weitergegeben. Während der Meiji-Restauration wurde Okinawa im Jahre 1875 offiziell zu einer japanischen Präfektur erklärt somit begann Karate wieder stärker in die Öffentlichkeit zu drängen.

Entwicklung des Karate-Dō

Der Mann, dessen Verdienst es ist, Okinawa-Te zum heutigen, weltbekannten Stil Karate-Dō/Shotokan entwickelt zu haben, ist Gichin Funakoshi. Von 1906 bis 1915 bereiste Funakoshi mit einer Auswahl seiner besten Schüler ganz Okinawa und hielt öffentliche Karate-Vorführungen ab. 1922 folgte Gichin Funakoshi einer Einladung nach Japan, um anlässlich einer Vorführung altjapanischer Kampfkünste, dass Karate zu zeigen. Diese Demonstration war so beeindruckend, dass Funakoshi gebeten wurde, in Japan zu bleiben, um dort seine Kunst zu lehren.

Karate-Dō wird heute unter drei Gesichtspunkten betrieben; als Selbstverteidigung, als (Kampf)-Sport und als Weg zur körperlichen und geistigen Meisterung. Die Harmonie von körperlicher und geistiger Disziplin unterscheidet Karate-Dō von vielen anderen Sportarten. Karate-Dō fördert die physische Entwicklung wie Ausdauer, Konzentration, Koordination, Reaktionsfähigkeit, Gelenkigkeit und Schnelligkeit. Es wirkt positiv auf die psychische Entwicklung. Man lernt mit den Aggressionen umzugehen und stärkt das Selbstvertrauen. Ziel ist die Weiterentwicklung der geistigen und körperlichen Kräfte, welche keine Altersgrenze setzt.

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