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Selbstverteidigung · Strausberg · Petershagen · Eggersdorf

Selbstverteidigung in Strausberg – was sie wirklich braucht

Bei uns ist Selbstverteidigung kein Extra-Kurs. Sie steckt in jedem Training, von 5 Jahren bis ins Erwachsenenalter: realitätsnah, regelmäßig und passend zum Alter.

Ein erfahrener Karateka befreit sich beim Lehrgang aus einem Griff in den Nacken

Selbstverteidigung ist eine Fähigkeit und kein Wissen, das man einmal abholt. Sie entsteht, wenn du Techniken, Verhalten und Entscheidungen immer wieder übst, auch unter Druck, mit wechselnden Partnern und in Situationen, die du nicht vorher kennst.

Deshalb gehört sie bei uns in jede Trainingsstunde, in jeder Gruppe und an allen drei Standorten. Lehrgänge, Selbstverteidigungstage und unser Kontakttraining kommen obendrauf und vertiefen. Das regelmäßige Training ersetzen sie nicht.

Auf dieser Seite erfährst du, was gute Selbstverteidigung ausmacht, warum ein Wochenendkurs nicht reicht, wie wir jede Altersstufe trainieren und was das Gesetz zur Notwehr sagt.

Selbstverteidigung beginnt, bevor es brenzlig wird.

Die wirksamste Verteidigung ist die, die du gar nicht brauchst. Deshalb steht bei uns am Anfang nicht der Schlag, sondern die Wahrnehmung: Wer merkt, dass sich eine Situation verändert, kann früh die Straßenseite wechseln, Abstand halten oder an einen belebten Ort gehen. Genau das empfiehlt auch die Polizeiliche Kriminalprävention: aufmerksam sein, dem eigenen Gefühl trauen und bedrohlichen Situationen früh aus dem Weg gehen.

Danach kommt das Auftreten. Eine aufrechte Haltung, ein klarer Blick und eine laute, deutliche Stimme machen dich zum schlechten Ziel. Oft reicht es, laut und klar zu sprechen, damit eine Situation gar nicht erst eskaliert. Und wenn dich jemand bedrängt, sprich ihn mit „Sie“ an. Dann merken Umstehende, dass es kein privater Streit ist, und du bekommst leichter Hilfe.

Erst wenn all das nicht greift, ist die körperliche Verteidigung dran: kurz, entschlossen, mit dem Ziel, dich zu lösen und wegzukommen. Gewinnen musst du dabei nicht. Bei einem Messer gilt ohne Ausnahme: lieber flüchten als kämpfen.

Ein Karateka zeigt mit offenen Händen eine abwehrende Haltung gegenüber seiner Partnerin

Warum ein Selbstverteidigungskurs allein nicht reicht.

Viele suchen zuerst nach einem Selbstverteidigungskurs: ein Wochenende, ein paar Griffe, fertig. Das ist ein guter Anfang, denn wer einmal gespürt hat, wie sich ein fester Griff anfühlt, geht anders durch den Alltag. Für den Ernstfall reicht es aber nicht. Auch die Polizei schreibt, dass körperliche Techniken lange geübt werden müssen, bevor man sie sicher anwenden kann.

Bewegungen werden erst dann zum Automatismus, wenn du sie über Monate wiederholst. Und erst mit der Zeit lernst du einzuschätzen, wann eine Situation kippt. Deshalb bieten wir keine Einmalkurse an, sondern regelmäßiges Training: einmal pro Woche als Grundlage, zweimal, wenn du schneller vorankommen willst. Lehrgänge und Selbstverteidigungstage vertiefen das mehrmals im Jahr.

Eine Frau setzt sich bei einer dynamischen Partnerübung gegen einen Angreifer durch

So trainieren wir jede Altersstufe.

Selbstverteidigung für ein sechsjähriges Kind ist etwas anderes als für eine Erwachsene auf dem Heimweg. Deshalb passen wir Inhalte und Intensität jeder Altersstufe eigens an.

  1. Ein Mädchen übt konzentriert eine Befreiungstechnik mit ihrem Partner
    1

    Kinder (5–12)

    Selbstbehauptung, laut und klar Nein sagen, Grenzen setzen. Dazu Fallschule, Befreiungen aus Griffen und Spiele, die Mut und Körpergefühl stärken.

  2. Ein Jugendlicher schützt bei einer Partnerübung den Kopf gegen einen Angriff
    2

    Jugendliche (12–17)

    Szenarien aus Schule, Bus und Freizeit, Verhaltenstraining und Deeskalation, Hebel, Befreiungen und kontrolliertes Werfen.

  3. Eine Frau wehrt konzentriert den Griff eines Partners ab
    3

    Erwachsene

    Technik, Stress und Szenarien, dazu die Fitness, die du im Ernstfall brauchst. Für Anfänger, Wiedereinsteiger und ab 40.

  4. Zwei Jugendliche trainieren mit einem Schlagpolster
    4

    Ab 14 mit Kontakt

    Szenario- und Kontakttraining mit Schutzausrüstung, zusätzlich zum regulären Training und mit festen Zugangsregeln.

Für Jugendliche: erst Kopf, dann Faust.

Die meisten Konflikte unter Jugendlichen beginnen mit Worten, Blicken oder einem Schubser. Wer darauf mit Gegenprovokation reagiert, macht es meist schlimmer. Wir üben deshalb zuerst, was die Polizei auch jungen Leuten rät: keine Schlägerei, sich entfernen, laut werden, andere aufmerksam machen und um Hilfe bitten. Erst wenn das nicht geht, kommt die körperliche Verteidigung, und die soll dann entschlossen sein.

Unter Stress denkt der Kopf langsamer, und der Körper erstarrt. Genau deshalb trainieren wir Situationen immer wieder, bis die Reaktion selbstverständlich wird. Dazu gehört auch Zivilcourage: helfen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen, die 110 rufen und andere dazuholen. Ab 14 Jahren gibt es zusätzlich unser Szenario- und Kontakttraining. Mehr zur Jugendgruppe: Karate für Jugendliche.

Zwei Jugendliche üben die Befreiung aus einem Griff

Lehrgänge und Selbstverteidigungstage: Vertiefung, kein Ersatz.

Mehrmals im Jahr nehmen wir uns einen ganzen Tag für ein Thema. In unserer Reihe „Bewegen und Verteidigen“ kommen Inhalte aus anderen Kampfkünsten dazu, etwa Würfe, Bodenkampf oder Kickboxen. An den Selbstverteidigungs- und Bunkai-Tagen üben Kinder Selbstbehauptung in Alltagssituationen, oft als Parcours. Ab 12 Jahren geht es um Bunkai, also die Anwendung der Bewegungen aus der Kata auf einen echten Partner, nach Gürtelfarben und passend zur nächsten Prüfung.

Ein Lehrgang ist kein Kurs, nach dem man fertig ist. Die Grundlage legst du jede Woche im regulären Training. Mitmachen können unsere Mitglieder und ihre engen Angehörigen, bei Sonderprojekten auch Freundinnen und Freunde. Du bist noch kein Mitglied? Dann fang mit dem Probetraining an.

Teilnehmende des Lehrgangs Bewegen und Verteidigen trainieren mit Schlagpolstern

Was das Gesetz sagt: Notwehr in Kürze.

Selbstverteidigung ist erlaubt, aber sie hat Grenzen. Das solltest du kennen. Keine Rechtsberatung, sondern ein Überblick.

§ 32 StGB erlaubt Notwehr. Gemeint ist die Verteidigung, die nötig ist, um einen gegenwärtigen, rechtswidrigen Angriff von dir oder von einer anderen Person abzuwehren. Du darfst also auch anderen helfen (Nothilfe).

Drei Punkte sind wichtig: Der Angriff muss gerade stattfinden oder unmittelbar bevorstehen. Ist er vorbei, ist ein Gegenschlag keine Notwehr mehr. Die Abwehr muss erforderlich sein: Von mehreren gleich wirksamen Möglichkeiten nimmst du die mildeste. Und sie muss geboten sein, das Gesetz zieht also in besonderen Fällen engere Grenzen, etwa wenn du selbst provoziert hast.

§ 33 StGB berücksichtigt, dass Menschen unter Stress anders reagieren: Wer die Grenzen der Notwehr aus Verwirrung, Furcht oder Schrecken überschreitet, wird nicht bestraft. Ein Freibrief ist das aber nicht.

Für uns heißt das im Training: so viel wie nötig, so wenig wie möglich, und weg, sobald es geht. Die Polizei rät übrigens davon ab, Messer oder Pfefferspray mitzunehmen. Bei einer konkreten Rechtsfrage hilft dir eine Anwältin oder ein Anwalt.

Was du bei uns bekommst.

Und was nicht: Wettkämpfe, Pokale, Einmalkurse und Versprechen wie „unbesiegbar in drei Stunden“.

Nächste Lehrgänge und Termine.

Lehrgänge, Selbstverteidigungstage und Vereinstermine. Alle Termine des Jahres stehen im Jahresplan.

Mo 26.10.26
Lehrgang

10 Jahre Karate Strausberg – Naumburg

Mo 26. – Fr 30. Okt, ganztägigEuroville Jugend- und Sporthotel
Sa 31.10.26
Lehrgang

LG T. Naka – Wien

Sa 31. Okt – So 1. Nov, ganztägigWien
Anmelden
Sa 28.11.26
Lehrgang

Sicher im Alltag – Selbstverteidigung für alle

09:30–17:00 UhrHegermühlenstraße, Strausberg
Gibt es bei euch einen Selbstverteidigungskurs?

Keinen Einmalkurs, sondern etwas Besseres: Selbstverteidigung ist in allen Gruppen fester Teil des wöchentlichen Trainings. Mehrmals im Jahr gibt es zusätzlich Lehrgänge und Selbstverteidigungstage. Starte mit dem Probetraining: 4 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Wie lange dauert es, bis ich mich verteidigen kann?

Erste Dinge wie Abstand, Auftreten und das Lösen aus einfachen Griffen lernst du schon in den ersten Wochen. Damit Techniken auch unter Stress sitzen, brauchst du regelmäßiges Training über Monate. Eine feste Zahl kann dir seriös niemand nennen.

Ist Karate überhaupt gute Selbstverteidigung?

Ja, wenn du es so trainierst: mit Partnern, unter Druck und mit Bezug zu echten Situationen. Wir trainieren traditionelles Karate ohne Wettkampf und ergänzen es um Würfe, Hebel, Befreiungen und Bodenarbeit aus anderen Kampfkünsten.

Gibt es einen Selbstverteidigungskurs nur für Frauen?

Nein. Du trainierst in unseren gemischten Erwachsenengruppen, mit Trainerinnen und Trainern. Das hat einen Vorteil: Du übst mit unterschiedlichen Partnern, auch mit größeren und stärkeren, und das jede Woche statt nur an einem Wochenende.

Ab welchem Alter kann mein Kind Selbstverteidigung lernen?

Bei uns ab 5 Jahren, in Gruppen nach Alter. In diesem Alter stehen Selbstbehauptung, Bewegung und erste Befreiungen im Mittelpunkt.

Ab wann darf ich mit Kontakt trainieren?

Ab 14 Jahren und ab dem Blaugurt oder mit langjähriger Kampfsporterfahrung, mit Schutzausrüstung. Mehr dazu beim Kontakttraining.

Brauche ich Vorkenntnisse oder eine gute Kondition?

Nein. Du steigst in eine bestehende Gruppe ein, die Kondition kommt mit dem Training. Für das Probetraining reichen bequeme Sportsachen.

Soll ich Pfefferspray oder ein Messer mitnehmen?

Die Polizei rät davon ab, denn Waffen können eine Situation verschärfen und gegen dich eingesetzt werden. Wir setzen auf Wahrnehmung, Auftreten und Abstand und, wenn es sein muss, auf einfache Techniken, die du ohne Hilfsmittel beherrschst.

Wie weit darf ich mich in Notwehr wehren?

So weit, wie es nötig ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff abzuwehren (§ 32 StGB). Ist der Angriff vorbei, endet auch die Notwehr. Das ist ein Überblick und keine Rechtsberatung.

Deine Frage ist nicht dabei? Schreib uns einfach, wir melden uns bei dir.
Probetraining

Selbstverteidigung lernen – jede Woche, nicht nur einmal.

Vier Wochen kostenlos und unverbindlich in Strausberg, Petershagen oder Eggersdorf. Wähl Standort und Tag selbst, wir melden uns mit Halle und Ansprechpartner.